Die Maya - Sprache der Schönheit

Der Alltag der Maya - zwischen Körperkult und Gottesfurcht 

 

Ausstellung vom 12.4.-7.8. 2016

Im Martin-Gropius-Bau in Berlin sind derzeit rund 350 Kunstwerke zu sehen darunter viele mexikanische Nationalschätze

Martin Gropius Bau Berlin ©hristina
Martin Gropius Bau Berlin ©hristina

Den Körper nutzten die Mayas als Bildfläche, um Ihre Glaubensvorstellungen, Ihre Wünsche, Ihre soziale Welt und Ihr persönliches Wesen in Form von Symbolen zu zeigen.

Der Körper wurde bedeckt mit Darstellungen von Macht und Status somit erlangte man animalische und übernatürliche Kräfte.

zwei Atlanten, Kalkstein-Säulenskulptur aus Chichén, Itzá (900-1250 n.Chr.) Foto: Bernd von Jutrczenka
zwei Atlanten, Kalkstein-Säulenskulptur aus Chichén, Itzá (900-1250 n.Chr.) Foto: Bernd von Jutrczenka

Die Mayas glaubten, dass die spirituelle Essenz (spirituelles Wesen) in einem Körper sichtbar wird und verschiedene Formen oder Gesichter annehmen kann.

Königin von Uxmal, Fassade der Zauberpyramide mit Ziernarben im Gesicht              (Spätklassik 600-900n.Chr. Uxmal, Yucatán)  ©INAH.Museo Regional de Antropologia
Königin von Uxmal, Fassade der Zauberpyramide mit Ziernarben im Gesicht (Spätklassik 600-900n.Chr. Uxmal, Yucatán) ©INAH.Museo Regional de Antropologia
Torso einer schwangeren Frau (Mayapán, Postklassik 900-1550 n.Chr.) ©INAH.Museo Regional de Antropologia
Torso einer schwangeren Frau (Mayapán, Postklassik 900-1550 n.Chr.) ©INAH.Museo Regional de Antropologia
Junger Mann mit einfachem Kopfschmuck (Spätklassik 600-900 n.Chr.) ©INAH.Museo Regional de Antropologia
Junger Mann mit einfachem Kopfschmuck (Spätklassik 600-900 n.Chr.) ©INAH.Museo Regional de Antropologia

Für die Mayas waren Tiere Wesen mit übernatürlichen Kräften, die denken und sprechen konnten.

Tiere verkörperten eine bestimmte Energie, mit denen man sich verbündete.

Campeche, Weihrauchgefäß (Postklassik 1250-1527 n.Chr.) ©INAH.Museo Regional de Antropologia
Campeche, Weihrauchgefäß (Postklassik 1250-1527 n.Chr.) ©INAH.Museo Regional de Antropologia

Der Brüllaffen-Mensch war besonders heilig.

Mit Schlange am Arm, Tintenfass und Pinsel galt er als Schriftgelehrter der Götter.

 

"Hier gehen das Lebendige und das Tote, das Natürliche und das Übernatürliche sowie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einer unendlichen Spirale ineinander über" -Adriana Velásquez Morlet

Eine steinerne Schlangenskulptur (900-1250 n.Chr.) Foto: Bernd von Jutrczenka
Eine steinerne Schlangenskulptur (900-1250 n.Chr.) Foto: Bernd von Jutrczenka

Die gefiederte Schlange ist eines der kraftvollsten Symbole bei den Mayas.

Sie verkörpert Fruchtbarkeit, die Zyklen des Universums und die Verbindung zur Erde, des Himmels und des Wassers.